Arthur Schopenhauer : Gute Gedanken

Gute und tiefe Gedanken hängen nicht allein vom Zufall ab. Wir können auch etwas dazu tun. Arthur Schopenhauer schrieb hierzu aus eigener Erfahrung:

Gute, ernste Gedanken über würdige Gegenstände, lassen sich jedoch nicht zu jeder Zeit willkürlich heraufbeschwören: Alles was wir tun können ist, ihnen den Weg frei zu halten, durch … Abwendung von allen Flausen und Possen. Man kann daher sagen, daß, um etwas Gescheutes zu denken, das nächste Mittel sei, nichts Abgeschmacktes zu denken. Man lasse den guten Gedanken nur den Plan frei: sie werden kommen. Eben deshalb soll man auch nicht, in jedem unbeschäftigten Augenblick, sogleich nach einem Buche greifen, sondern lasse es doch einmal stille werden im Kopf: dann kann sich leicht etwas Gutes darin erheben.

Es muss stille werden im Kopf, aber wie soll es in uns stille werden, wenn um uns Lärm und Betriebsamkeit sind?  Vielleicht ist es von Zeit zu Zeit angebracht, etwas innezuhalten, mitunter sogar sich etwas zurückzuziehen. Dann haben gute Gedanken ein Chance, in uns zu reifen und schließlich wirksam zu werden. Das kann uns und allen um uns herum mehr helfen als geschäftige Betriebsamkeit, die oft genug nur Hast und Aufgeregtheit ist. Besinnliche Ruhe ist die Quelle guter und tiefer Gedanken. Das wussten alle spirituellen Meister, und so entstand auch Arthur Schopenhauers Philosophie.
hb

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