Tierschutzpartei – Tierversuche – Schopenhauer

Tierschutzpartei 2,1%

– dieses, für die Tierschutzpartei geradezu sensationelle Ergebnis erreichte sie bei der Landtagswahl 2009 in Sachsen, wobei sie ihre Stimmenzahl gegenüber der Landtagswahl 2004 um 8,4% erhöhen konnte.  Als Tierversuchsgegner, aber auch als “ Schopenhauerianer “ begrüße ich diesen Erfolg der Tierschutzpartei:

Wie keine andere Partei setzt sich die Tierschutzpartei in ihrem Grundsatzprogramm mit dem äußerst problematischen Thema „Tierversuche“ auseinander. „Unter Tierversuche“, so steht in ihrem Grundsatzprogramm, „verstehen wir Eingriffe an Tieren, die zu Schmerzen, physischen oder psychischen Leiden und Schäden und / oder zum Tod der Versuchstiere führen“.  Ausführlich ist dort begründet, warum diese Partei für das Verbot sämtlicher Tierversuche eintritt. In diesem Zusammenhang  wird auf die mit den Tierversuchen „verbundenen unsäglichen Qualen für die Tiere“ hingewiesen  und erklärt, dass für die Tierschutzpartei „die  Abschaffung dieser lebensfeindlichen Brutalforschung“ eines ihrer „vorrangigen Ziele“ sei.

Von der Verwirklichung dieser Ziele sind wir leider noch sehr weit entfernt. So ist dieForderung,  tierversuchsfreie Methoden in der Forschung zu fördern und anzuwenden, bisher nur in sehr geringem, völlig unzureichendem Maße verwirklicht, weil es sich dabei für die etablierten Parteien – wenn überhaupt – nur um ein Randthema handelt.

Tierversuche gab es auch zur Zeit von  Arthur Schopenhauer. Mit größter Empörung wandte sich Schopenhauer gegen Tierexperimentatoren, die sich das Recht nahmen, „arme, hilflose Tiere zu Tode zu martern“. Schopenhauer brachte dazu entsetzliche Beispiele und erklärte: „Heut zu Tage … hält jeder Medikaster sich befugt, in seiner Marterkammer die grausamste Tierquälerei zu treiben, um Probleme zu entscheiden, deren Lösung längst in Büchern steht …“.  Zwar hat sich in dieser Hinsicht seit Schopenhauers Zeit manches verbessert, nicht aber im Grundsätzlichen. Das, worauf es ankommt, hatte Schopenhauer sehr deutlich zum Ausdruck gebracht:

Erst, wenn jene einfache und über allen Zweifel erhabene Wahrheit, dass die Tiere in der Hauptsache und im Wesentlichen ganz das Selbe … was wir (sind), in´s Volk gedrungen sein wird, werden die Tiere nicht mehr als rechtlose Wesen dastehn und demnach der bösen Laune und Grausamkeit jedes bösen Buben preisgegeben sein; – und wird es nicht jedem Medikaster freistehn, jede abenteuerliche Grille seiner Unwissenheit durch gräßlichste Qual einer Unzahl Tiere auf die Probe zu stellen …

Diese „erhabene Wahrheit“ in die Praxis umzusetzen, ist allein durch Tierschutz im herkömmlichen Sinne nicht möglich. Hierzu ist es notwendig, den Tieren – wie es im Grundsatzprogramm der Tierschutzpartei heißt –  arteigene Rechte einzuräumen. Nach wie vor gilt das, was Arthur Schopenhauers schon vor mehr als 150 Jahren forderte:

Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit sind wir den Tieren schuldig!
hb

Übersicht (alphabet. in Stichwörtern) zu den Themen der Arthur Schopenhauer – Blogs ist
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Weiteres zu Arthur Schopenhauer und seiner Philosophie sowie zum Thema „Tierrechte“
> www.arthur-schopenhhauer-studienkreis.de
> www.tierrechte-tv.de

 

 

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